entpacken

Hier darf alles rein, was mit dem Betriebssystem an sich zu tun hat. Generelle Probleme, Tipps oder Tricks zu Linux, Libraries, Compilern, Konfigurationen, etc :-)
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meeb
entpacken

Beitrag von meeb » 16. Jan 2005, 19:22

hi,
wie entpackt man am besten folgende datein?

.tar.bz2
.bz2
.patch

gruss meeb

Hendrik
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Beitrag von Hendrik » 16. Jan 2005, 20:17

Hallo,

bevor ich dir die Lösung verrate gebe ich dir einen (ernst und nicht böse gemeinten) Rat. Wenn du dich noch nicht bis hierher in die Linuxwelt vorgetraut hast, dann bin ich der Meinung, dass du jetzt erstmal einen Stop einlegst und dir ein Buch über Linux kaufst und es von vorne bis hinten liest. Viele Leute glauben, wenn sie einen rootserver mieten und da confixx drauf ist, dann reicht das um professionell damit arbeiten zu können. Das ist natürlich blödsinn. Ich sage immer: Wie willst du auf einen "administrativen Notfall" (bei Ausfall deiner Systeme oder bei einem Angriff auf deinen Rechner) reagieren, wenn du noch nichtmal weißt, wie man entsprechende Dateien entpackt... Das sollte dir vielleicht etwas zu denken geben..

Hier trotzdem die Lösungen (Hinweis: Dies ist jeweils eine funktionierende Lösung, man kann die Dateien auch auf andere Arten und weisen entpacken!):

.tar.bz2:
bunzip2 -c dateiname.tar.bz2 | tar xf -

.bz2:
bunzip2 dateiname.bz2

.patch:
(.patch ist kein Packformat, in patch dateien sind "Unterschiede" zwischen zwei Dateien angegeben. Wenn man jetzt diesen Patch an einer Datei "anwendet", kann ja daraus ermittelt werden, wie die andere Datei aussah!):
cd /in/das/verzeichnis/wo/der/patch/angewendet/werden/muss/
patch -p0 < /pfad/zum/datei.patch


-Hendrik-
Zuletzt geändert von Hendrik am 17. Jan 2005, 15:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Gast » 16. Jan 2005, 23:10

einen rootserver ist nicht in meinen besitz oder etwas ähnliches ich wollte nur LFS installieren. Welches buch würden sie mir empfehlen ?

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Beitrag von Hendrik » 16. Jan 2005, 23:41

Anonymous hat geschrieben:einen rootserver ist nicht in meinen besitz oder etwas ähnliches ich wollte nur LFS installieren. Welches buch würden sie mir empfehlen ?
Hallo,

ja das lässt die Sache natürlich in ganz anderem Licht erscheinen. Üben ist immer gut, und wenn du das System bei dir zuhause installiert ist und nicht irgendwo im internet hängt (wo es unter umständen schaden verursacht und dabei noch ordentlich geld kostet), dann ist die ganze sache natürlich ok.. Kein Ding...

Biste dir sicher, dass du mit LFS als Einsteiger gut bedient bist? ;-)

Als buch kann ich dir nicht wirklich was spezielles empfehlen. Einen sehr guten Ruf haben die Bücher von O'reilly: Linux kurz & gut habe ich vor kurzem verschenkt. Es hilft beim Einstieg in die Materie und listet eine gaaaaanze Menge nützlicher Befehle für die Shell zum Beispiel auf. Ansonsten lohnt es sich mal bei Amazon.de zu schauen, in die entsprechende Kategorie zu wechseln und auf die Bewertungen zu achten.

Viel Erfolg beim Einstieg in Linux,
-Hendrik-
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Beitrag von codeblack » 17. Jan 2005, 14:55

moin,

Hendirk wird .bz2 nicht auch mit bunzip2 entpackt :?: und nicht mit bunzip.
Zu LFS wollte ich noch sagen, das dies meiner meinung nicht gerade für einsteiger geeignet ist. Ich benutze selber LFS und würde anfänger zum einstieg eher debian,gentoo oder was die meisten empfehlen SuSE (wobei mir suse mit nicht gefällt das yast ist ein komisches teil). Einen kleinen überblick über ein paar Distris hat liniso mit einen kleinen text hier der der link
http://www.liniso.de/linux/distri.php

gruss codeblack

p.s. das soll keine werbung sein!
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Beitrag von Hendrik » 17. Jan 2005, 15:25

Jo danke für den hinweis mit bunzip, habs gleich verbessert. War nur ein Tippfehler meinerseits.

das mit den distributionen kann ich bestätigen, eine metadistri wie lfs zu benutzen ist für anfänger sicherlich mit der ungeeignetste und frustrierteste einstieg in linux. mit suse hab ich angefangen (würds aber jetzt nciht mehr anfassen *g*), vielleicht ist auch fedora ne ganz gute wahl. Debian ist schon wieder ne ecke komplizierter... naja geschmackssache...

danke & ciao,
-Hendrik-
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Beitrag von codeblack » 17. Jan 2005, 16:06

Ein ehemaliger SuSe user, warum würdest du es nicht mehr anfassen ? Hab SuSe noch nie richtig benutzt nur mal gesehen da ich mit debian gleich angefangen hab.
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Beitrag von Hendrik » 17. Jan 2005, 22:56

1. Yast ist sehr komisch
2. rpm-pakete sind mir suspekt
3. das init-system ist echt irgendwie komisch
4. suse verstreut seine zusammenhängenden daten irgendwie komisch (kann man so machen - ich aber nicht)
5. zu viel automatisierung (für anfänger sicherlich gut), aber wenn ich mal irgendwo selber was einbauen will, muss ich erst immer ewig suchen, bis ich die stelle gefunden hab, wo was anläuft...
6. ich kompile selber...

deswegen.... Gentoo!
-Hendrik-
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Beitrag von codeblack » 18. Jan 2005, 11:46

wie würde der apt bot in debian.de @Qnet sagen zu Gentoo *g*

G3nT0o l33n0x ist böse und kommt direkt aus der hölle!

und jetzt mal spass bei seite suse user wissen sehr oft über linux gar nichts hab solche schon öfter gesehen die sagten sie hätten Linux 9.2 dabei ist das SuSe linux 9.2. Dieser artikel ist durchaus auf viele SuSe user anwenbar meiner erfahrung nach:

http://www.pl-boards.de/nosuse.html.2.html
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Beitrag von Hendrik » 18. Jan 2005, 13:27

Hi,

wow... der Text spricht mir sowas von aus der Seele....
Seit SuSE ist eine Schicht ueber GNU/Linux entstanden. Anwender schlagen sich nicht laenger mit den Problemen des Betriebsystems
herum, sondern mit den Problem von SuSE. Sie versuchen nicht mehr laenger, die Probleme von Linux und dessen Programmen zu
loesen, sondern versuchen stattdessen sich mit SuSE auseinanderzusetzen, insbesondere mit YaST2. Eine neue Linux Welt
entsteht, wo man ASCII Files sich nicht mehr laenger mit less, more oder cat anschaut, sondern mit GUI Tools. Wo man
nicht mehr weiss, wie eine tar.gz Datei entpackt, und mittels des "Dreisatzes" diese uebersetzt & installiert, sondern nur
noch mittels eines SuSE Tools, oder einem anderen GUI Tool, wo man rechtsklickt und auf "Entpacken" klickt. Die User
erfahren nichts mehr ueber die bash, ueber die shell, ueber dessen Tools & Bequemlichkeiten. Stattdessen heisst es
"Sieht ja aus wie DOS!". Und man startet seinen GUI File Browser, versucht ein defektes tar.gz zu entpacken, und die wenig
aufschlussreiche Fehlermeldung "Error" oder "Entpacken Fehlerhaft" oder sonstwas erscheint. Die Fehlermeldungen, die man
aus der Windows Welt kennt. Statt die Sache fix mit "tar xvzf FILE" zu entpacken, detaillierte Fehlermeldungen zu erhalten,
gegebenfalls die md5 summe ueberpruefen, sitzt man Ratlos vor der "FEHLER" MessageBox - und konsultiert wegen so einer
Banalitaet das naechste Linuxforum.
Schaut euch mal die Threads in diesem Forum an... 60% der Fragen kommen aus diesem Millieu. ... Dieser Text hat ja sowas von Recht.
Und viele SuSE User wissen aus dem obigen Absatz das meiste nichteinmal, obwohl sie seit 3 Monaten "Linux benutzen", und
behaupten im Kollegenkreis, dass sie jetzt "auf Linux umgestiegen sind!". Auf "Linux 9.1, ganz aktuell!1".
... oder kommerzielle Rootserver betreiben....
"hi ich bins hey ich hab Linux 9.1 wie installiere ich gameZZZ nach klick auf setup.exe geht nix help danke!
p.s. LINUX ROXX WINSCHORTT SUCKS"
Kenn ich auch, wenn ich mir die Rechtschreibung einiger Leute hier angucke. Das installieren der Gameserver klappt, saugen zumindest die meisten, gibt ja auch genug Anleitungen dafür. Aber sonst...?

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Beitrag von meeb » 18. Jan 2005, 19:11

Hi

was soll dasss für ein dreisatz sein zum compilieren ?

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Beitrag von Hendrik » 18. Jan 2005, 21:34

Ich bin mir ziemlich sicher damit ist

Code: Alles auswählen

./configure
make
make install
gemeint...

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